Holztrocknung

Biomasse, wie geschreddertes Holz oder Strauchschnitt, wird in sogenannten Biomassekraftwerken anstelle fossiler Brennstoffe eingesetzt, um Strom und Wärme zu erzeugen. Da getrocknete Biomasse mit einem Wassergehalt von unter 20% einen etwa doppelt so hohen Heizwert aufweißt im Vergleich zu erntefrischem Material, bedeutet dies für die Nutzung im Kraftwerk eine störungsfreiere und sauberere Verbrennung bei höherer Leistung. Somit kann dieses Material auch zu einem vorteilhafteren Preis vertrieben werden.

Für die Containertrocknungsanlage in Großefehn werden 400 kW Wärmeleistung aus der Biogasverstromung in den Blockheizkraftwerken zur Biomassetrocknung genutzt. Über ein Nahwärmeleitungssystem wird dafür die Abwärme in die befüllten Trocknungscontainer geleitet und der Wassergehalt der Biomasse über einen Zeitraum von etwa 24 Stunden von über 50% auf etwa 20% reduziert.

Durch diese Anlage kann letztendlich nicht nur die getrocknete Biomasse ökonomischer auf dem Markt vertrieben werden. Gleichzeitig steigert sich die Energieffizienz der Energiegewinnung aus dem Biogas durch Kraft-Wärme-Kopplung von etwa 40 auf über 80% - ein weiterer großer Beitrag für die Umwelt durch sinnvolle Verwertung von Bioabfällen.