Historie

Der Umgang mit Abfällen hat sich in den letzten Jahrzehnten stetig von rein logistischen Anforderungen über die umweltverträgliche Ablagerung zur Kreislaufwirtschaft entwickelt. Die effiziente Nutzung von Energie und Stoffströmen gewannen immer mehr an Bedeutung und stellten auch die Abfallwirtschaft des Landkreises Aurich vor Herausforderungen. Verbunden mit großen Anstrengungen konnten gerade in den letzten Jahren große Fortschritte im Bereich der technischen Modernisierung unserer Entsorgungsanlagen, der Wertstoffhöfe und der Abfallerfassung erreicht werden. Heute sammeln wir hocheffizient den Abfall mit Seitenladerfahrzeugen ein, entziehen selbst dem Restabfall noch Wertstoffe und erzeugen aus Bioabfällen Biogas, welches durch Umwandlung in regenerativen Strom und Wärme noch zusätzlich einen Beitrag zur Senkung von Klimagasen leistet. Kernstück dieser Erfolgsgeschichte ist unser hochmodernes Entsorgungszentrum in Großefehn - ein Vorzeigebetrieb, der seinesgleichen sucht. Dort wurde die Anlagentechnik in den vergangenen Jahren mit erheblichen Investitionen immer weiter optimiert.

2009

2009 und 2010 wurde das Kompostwerk um eine Trockenvergärungsanlage erweitert, in der aus einem Teilstrom des Bioabfalls Biogas gewonnen wird.

2005

2005 wurde in Großefehn eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) in Betrieb genommen. Der ebenso Restmüll aus dem gesamten Kreisgebiet wird heute in Großefehn mechanisch vorbehandelt und dann gemeinsam mit dem mechanisch vorbehandelten Restmüll aus den Landkreisen Ammerland und Oldenburg in der MBA biologisch behandelt und anschließend gemeinsam zur Deponie Mansie (Landkreis Ammerland) transportiert. Die heizwertreiche Fraktion wird – zusammen mit noch 9 weiteren Landkreisen bzw. kreisfreien Städten – zur thermischen Verwertung nach Bremen transportiert.

Gleichzeitig wurde der Standort Großefehn zu einem Entsorgungszentrum ausgebaut.

Hierzu zählen:

  • Privatanlieferungsbereich, Containerstellplätze
  • Baustellenabfall- und Elektroschrott-Annahme
  • Biomassehalle, Sicherungsbereich
  • Altholzlager, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt
  • DSD-Abfälle (Grüner Punkt), Altkleider/Schuhe

Dazu kamen die Erneuerung der gesamten Infrastruktur sowie der Neubau eines Verwaltungsbereichs und einer Werkstatt. Im Bereich der früheren Deponie Hage gibt es für die Bürgerinnen und Bürger im nördlichen Kreisgebiet ein mit Großefehn vergleichbares Entsorgungsangebot. Im kleineren Maßstab gilt dies auch für die Umladestationen auf den drei Nordseeinseln.

1996

1996 wurde das Kompostwerk um eine Tunnelrotte erweitert; auch künftig wird dort Bio- und Grünabfall aus dem Landkreis Aurich zu gätegesichertem Kompost verarbeitet, der in der Landwirtschaft, im Garten- und Landschaftsbau eingesetzt wird.

1993

1993 wurde der Deponiebetrieb in Großefehn eingestellt; der Standort wurde zu einer Müllumladestation für den Transport zur Deponie Leer-Breinermoor umgerüstet.

1984

1984 wurde die Deponie in Hage geschlossen und auch der gesamte Müll aus dem festländischen Bereich des Altkreises Norden nach Großefehn transportiert.

1982

1982 wurden auf den Nordseeinseln Juist, Norderney und Baltrum Müllumladestationen errichtet und der Müll von den Inseln nach Hage und Großefehn auf das Festland entsorgt.

1982

1982 wurde MKW als Tochterunternehmen des Landkreises Aurich mit dem Ziel gegründet, ein Kompostwerk zu betreiben, das die Bio- und Grünabfälle im Landkreis Aurich in offenen Mieten zu Kompost verarbeitet. Zweite Aufgabe war der Betrieb der Mülldeponie Großefehn.