Aktuelles 2014

Feuerwehrmann rollt ein Fass mit Wasserstrahl

Mehr als 12 000 Besucher waren zu den 2. Aktionstagen im MKW-Entsorgungszentrum in Großefehn gekommen.

Pressebericht Ostfriesische Nachrichten vom 16.06.2014 von Aiko Recke.

Großefehn. Absolut hundertprozentig lässt sich dann eben doch nicht verbergen, dass es im Entsorgungszentrum der kreiseigenen MKW in Mittegroßefehn um Müll geht. Ein dezenter Geruch wehte letztlich immer mal wieder auch ins große Festzelt, wo am Sonnabend die 2. MKW-Aktionstage (siehe Seite 1) eröffnet wurden. Doch der Vorsitzende des zuständigen Betriebsausschusses Abfallwirtschaft, Erwin Seil (SPD, Hage) brachte es in seiner Rede wohl auf den Punkt: „Wir haben heute eine moderne Entsorgungsanlage. Es gibt so gut wie keine Geruchsemissionen. Nur deshalb ist hier so eine Veranstaltung möglich."

Der Landkreis könne sehr stolz sein, eine solche Anlage betreiben zu können. Möglich würden die Erfolge aber nur durch die aktive Mithilfe und „andauernde Disziplin" der Bürger. Denn die lebten die geforderte Mülltrennung tatsächlich, so Seil. Immer-hjn gebe es im Landkreis rund 105000 Haushalte und mehr als eine Million Urlaubsgäste pro Jahr. Und obwohl es sich um einen Flächenkreis mit weiten Wegen für die Müllwagen handele, zahle eine dreiköpfige Familie im Durchschnitt nur 102 Büro Müllgebühren im Jahr. Die Gebühren im Landkreis Aurich seien „konstant und bezahlbar", so Seil. Besonderen Dank richtete Seil an den Geschäftsführer der MKW, Hans-Hermann Dörnath. „Sie haben uns dahin gebracht, wo wir stehen."

Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Ostfriesland, Dr. Jan Amelsbarg, bescheinigte Dörnath im Übrigen „beachtliche Qualitäten im Eventmanagement."
Großefehns Bürgermeister Olaf Meinen zeigte sich enttäuscht, dass Landrat Harm-Uwe Weber zumindest am Sonnabend nicht bei den MKW-Aktionstagen Gast war. „Ich hätte ihn zu gerne zusammen mit der Dschungelqueen gesehen", so Meinen in Anspielung auf den späteren Auftritt des TV-Stars Melanie Müller. Meinen erinnerte an die ersten MKW-Aktionstage 2012. Damals sei es bei zehn Grad Celsius bitterkalt gewesen, so der Bürgermeister. In diesem Jahr habe man da viel mehr Glück. Meinen sagte auch: „Mitte der 1990er Jahre hätte kein Fehntjer Bürgermeister seinen Fuß auf diese Anlage gesetzt." Es hat damals sehr kontroverse Diskussionen um Großefehn als „Müllhalde" des Landkreises gegeben. „Das ist heute ganz anders", freute sich Meinen. Die Zusammenarbeit mit dem Landkreis sei heute ausgezeichnet. Gastgeber Hans-Hermann Dörnath berichtete, dass der Landkreis in den vergangenen Jahren viele Millionen Euro in sein Entsorgungszentrum investiert habe. 2008 nach den großen Investitionen sei man vom Besucheransturm beim ersten Tag der offenen Tür überwältigt gewesen. Deshalb startete man 2012 die ersten MKW-Aktionstage, de-nen leider das Wetter einen Strich durch die Rechnung machte. Diesmal sei alles mit 120 Ausstellern auf rund 20000 Quadratmetern noch „größer, bunter, attraktiver", versprach Dörnath. Der Beruf des „Müllmanns" habe früher ein schlechtes Image gehabt, so der MKW-Chef. „Heute arbeiten die Mitarbeiter gerne hier", so Dörnath. Auf jede ausgeschriebene Stelle gebe es mittlerweile 50 Bewerbungen. Und für die Aktionstage hätten alle sich ins Zeug gelegt, die Anlage vorzeigbar zu machen. Eine wichtige Anmerkung hatte Dörnath noch zu den Gagen der auftretenden Künstler (z.B. Melanie Müller): „Die werden nicht aus den Müllgebühren bezahlt, dafür haben wir einen Sponsoren gefunden."

Auf dem sehr großen Festgelände wurde für die Besucher am Sonnabend und Sonntag einiges geboten. Es gab zahllose Aussteller und Angebote für Jung und Alt -von der Street Soccer-WM bis hin zum Wettstreit der Feuerwehren und der MKW-Partynacht am Sonnabendabend. Und auch das Wetter spielte an beiden Tagen bestens mit. Für einen reibungslosen Ablauf, vor allem was die Parkplätze auf einer Wiese hinter dem MKW-Geländeanging, sorgten ehrenamtliche Helfer der Feuerwehr. Auch der Bus-Shuttle wurde von vielen dankbar angenommen. Gestern am späten Nachmittag sprach MKW-Chef Dörnath gegenüber den ON folgerichtig von einem „vollen Erfolg" der Großveranstaltung. Das Wetter habe mitgespielt, das Konzept sei aufgegangen. Er kündigte an: „Wir werden 2016 sicher eine Neuauflage machen."

 

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